Weggeworfen


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Der alte Teddy ist schon ganz verstaubt
Und man hat ihm auch schon ein Ohr geraubt.
Er wurde in den Keller geschmissen
Und keiner wird ihn wohl je vermissen.

Bestimmt hat ihn ´mal jemand sehr geliebt
Für den´s nun keine Verwendung mehr gibt.
Ein kleines Mädchen hat ihn getragen
Auch gefahren drin im Puppenwagen.

Er war lang´ ihr bester Freund gewesen
War es krank,da half er beim Genesen.
Er wurde oft ganz fest an´s Herz gedrückt
Weil mit ihm fast immer ein Trost geglückt.

Ich muß wieder an den Teddy denken
Denn mir wollt´ noch niemand Liebe schenken.
Was ja schließlich auch kaum verwunderlich
Weil´s so viele Schönere gibt als mich.

Ich denke ´mal,ich könnt´ der Teddy sein
Denn ich bin genauso wie er allein.
Alt und verstaubt,das bin ich zwar noch nicht
Doch ich hab´ Angst,das mir das Herze bricht.

Ich fürchte mich schon,irgendwo zu strand´n
Vielleicht auch im dunklen Keller zu land´n.
Dort,wo ja auch der Teddy gelandet ist
Dem sein Los,wie mir,an der Seele frisst.

Wieviel´ Mensch´n geh´n achtlos an mir vorbei
Und keiner hört meinen inneren Schrei.
Und wenn man meine Traurigkeit kann seh´n
Dann werden sie erst recht schnell weitergeh´n.

Abgeholt wird der arme Kerl wohl nie
Wer will schon einen verstaubten Teddy ?
Auch ich werd´ wohl von niemand mehr umarmt
Es sei denn,das sich doch noch wer erbarmt.

Heinrich-Alexander Romeo –Gedicht 1335–
Alle Gedichte dieser Kategorie wurden entnommen
dem Gesamtwerk des Autors „LIEBE-SEHNSUCHT-
LEBEN“
Anmerkung: Wie viele andere,so wurde auch dieses
Gedicht mehrfach ausgezeichnet.

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