Ein Stein


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Ich wünsche mir ich wäre ein Stein,
kalt und tot und ohne Gefühl,
weil ohne Dich und ganz allein,
ich sowieso nur Kälte fühl.

Ich wünsche mir ich wäre ein Stein
unzerbrechlich, steif und starr,
ließ Liebe empfinden, unmöglich sein,
die Liebe für Dich, für Jessica.

Ich wache früh auf, immer ganz allein
so leblos, lustlos und endlos leer,
da ist es doch besser ein Stein zu sein,
in irgend ’ner Wüste oder ganz tief im Meer.

In mitten der Nacht wenn ich manchmal wein‘,
das Jessymausengelchen, nie mehr in Sicht
dann wünsch ich so sehr, ich wäre ein Stein
denn Steine die fühlen und weinen nicht.

Ein Komet im Weltall oder ein Erdenstein,
der Eine von hier, der Andere von weit,
die haben den Ruf, ganz tot zu sein
so fühl‘ ich mich auch, leider leb‘ ich zur Zeit.

Doch manche Steine haben auch Sinn
sind zum gravieren schön gemacht,
geht man zur Kirmes und Flohmärkten hin,
dann liegen sie dort, handgemacht.

Und so wünsche ich, ich wär SO EIN STEIN,
zwar kalt und tot, rein äußerlich
doch vier warme Worte hüllten ihn ein,
Jessica ich liebe Dich.

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