Romantische Nächte


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In jedem Wald finden wir stille Ecken
Zum Ausbreiten uns´rer mitgebracht´n Decken.
Ein Plätzchen, wo nur die Tiere schau´n uns zu
Wo wir Zärtlichkeiten tauschen ganz in Ruh´.
Wir sind eben romantisch, genießen das
Und mitunter, da wird auch ein Zelt gebaut.
So kann man bleib´n über Nacht und wird nicht nass
In Rucksäcken hat man alles schnell verstaut.

Wenn über dem Wald die Dämmerung aufzieht
Fast ein jedes Tier in sein Nachlager flieht,
Wenn alles allmählich in´s Dunkel gehüllt
Wenn der Himmel sich mit tausend Sternlein füllt,
Beständig leuchtet einsam des Mondes Schein
Kehrt bei uns beiden entschloss´n der Sandmann ein.
Dann tauchen wir in eine andere Welt
Und nur unser Atem liegt sachte im Zelt.

Es ist ein Ausflug im Kopf in´s Nirwana
Und wir fühlen uns dabei des Schwebens nah.
Der nachtaktiv´n Tiere Geräusche, ihr Ruf´n
Sie stör´n uns nicht bei uns´rer Ziellos-Reise,
Sind für uns schon erlebte Gewohnheitsstuf´n
Sie sind markant, dennoch relativ leise.
Es ist zwar unglaublich, aber trotzdem wahr
Welche Erholung stell´n diese „Reisen“ dar !

Heinrich-Alexander Romeo ,Gedicht 1864
alle sind entnommen seinem Gesamtwerk
LIEBE-SEHNSUCHT-LEBEN ,Ausg.2015

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