Nur so, weil’s kalt wird….


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Ein Loch geht auf, die Erde bricht,
zwei Flammen drängen d’raus hervor.

Obwohl die Nacht den Tag noch ficht,
sie lodern hell empor.

Nach kurzer Weil’ werd’n sie ganz eins,
in gelb und rot und wild gewunden,
aus zwei wird eins, aus meins wird deins,
die Seel’n sind nun verbunden.

So brennt das Leb’n in die Höh’n,
auch stark genug und durchaus lang,
wenn beide weis’ genug versteh’n:
»Dies Feuer halt’ in sich’rem Gang!«

Und stark und innig liebt dies Leben,
bereichert Sinn und Seel’ zugleich,
wird Halt und Wärm’ uns fortan geben,
hält Geist und Herz für immer reich!

© Hagús

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