Diebstahl (Augenschmaus und Schmusemaus)


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An Liebe habe ich großen Bedarf
Und tatsächlich sehr viel nachzuholen.
Weil mich das Schicksal in den Graben warf
Mir schon mehrmals Lebenszeit gestohlen.

Ganz unschuldig bin ich vielleicht auch nicht
Ich bild´ mir nicht ein ,das ich fehlerfrei.
Machte ich mich so selbst zum kleinen Wicht ?
Und war mir´s sowieso wie einerlei ?

Scheint zu stimmen,ein Mann braucht eine Frau
Gegen die eig´ne „Sonnenfinsternis“ ,
Das Verkriechen in seinen tristen Bau
Und seines „Schattendaseins“ ohne „Biss“ .

Mit Frau kommt man wieder auf die Beine
Wenn man kann sich auf sie zubewegen.
Mit ihr bringt man allmählich in´s Reine
Auch was im Seelenkeller gelegen.

Also,Schicksal,Diebstahl hin,Diebstahl her
Tränen werden fortan nicht mehr geweint.
Schuld oder Nichtschuld,es zählt jetzt nicht mehr
Wo Frau und ich zum „Hilfsprojekt“ vereint.

Des „alten“ Lebens Kurvenlabyrinth
Wird abgelöst vom „Nur noch G´radeaus“ !
Mit Frau ´ne völlig neue Zeit beginnt
Zumal sie Augenschmaus und Schmusemaus !

Heinrich-Alexander Romeo,Gedicht 1701
alle sind entnommen seinem Gesamtwerk
LIEBE-SEHNSUCHT-LEBEN ,Ausg.2015

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