Des Baumes Leid


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Erst war er stark,wuchs forsch
Heut´ ist er schwach und morsch.
Der sich sonst hochgerenkt
Der schönste Zeig,der hängt.

Die Rinde bröckelt ab
Traurig schaut er herab.
Die Kinder tanz´n nicht mehr
Unter ihm rings umher.

Der frisch Verliebten Herz´n
Geritzt in ihn voll Schmerz´n,
Sie sind abgesplittert
Vom Baum,der verbittert.

Der Baum ist alt und krankt
Ein Windstoß und er wankt.
Dem Stamm fehlt schon der Mumm
Und bald,da fällt er um.

Heinrich-Alexander Romeo,Gedicht 1640
alle sind entnommen seinem Gesamtwerk
LIEBE-SEHNSUCHT-LEBEN ,Ausg.2015

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